Was 2001 als kleine Kampagne in neun Ländern begann, ist mittlerweile zur grössten Serie antirassistischer Veranstaltungen im Sport geworden, die jemals stattgefunden hat. Die Aktionswoche 2007 beispielsweise fand mit einer Rekordzahl von mehr als 700 Veranstaltungen in 37 Ländern in und um Fussballstadien in ganz Europa statt. Europas Topstars unterstützten die Kampagne. Alle 32 Mannschaften der Champions League nahmen an der “Vereint gegen Rassismus”-Kampagne teil, und es wurden Millionen Fans im Stadion oder durch Liveübertragungen im TV erreicht.
Auf www.farenet.org wird die FARE Aktionswoche u.a. wie folgt beschrieben:
„Die FARE Aktionswoche vereint Fans, Vereine und potenzielle Opfer von Rassismus auf dem ganzen Kontinent in der gemeinsamen Anstrengung, Diskriminierung zu einem Problem der Vergangenheit zu machen. Die Aktionswoche des Netzwerks Fussball gegen Rassismus in Europa will die öffentliche Wahrnehmung der Probleme von Rassismus und Ausgrenzung verstärken und eine gemeinsame Front im Umgang mit diesem bösartigen Einfluss auf Europas Sportart Nummer 1 schaffen. Die Idee hinter der FARE Aktionswoche ist, dass durch breit gefächerte Initiativen und Aktivitäten lokale Probleme bei den Vereinen oder in den Gemeinschaften angesprochen werden und gleichzeitig mit Gruppen auf dem ganzen Kontinent zusammengearbeitet wird, um vereint Stellung gegen den Rassismus im Fussball zu beziehen.“ (…) „Jedes Jahr leistet das FARE-Netzwerk finanzielle Unterstützung für eine Reihe von Aktivitäten an der Basis, die auf Gemeindeebene Probleme in den Fussballvereinen vor Ort angehen. 2007 wurden von rund 190 Gruppen, unter anderem von Fanklubs, Organisationen ethnischer Minderheiten, Fussballvereinen und einer Reihe von nichtstaatlichen Organisationen aus ganz Europa, kreative Vorschläge eingereicht. Mit Unterstützung durch die UEFA hat das FARE-Netzwerk über 100 Basisinitiativen kleine Finanzhilfen angeboten und unentgeltlich Materialien für die Kampagnen bereitgestellt.“
Bis 2006 hat in der Schweiz nur der Berner Verein „Gemeinsam gegen Rassismus“, 1999 übrigens das einzige Schweizer Gründungsmitglied von FARE, jedes Jahr an der FARE Action Week mitgemacht. Dabei kamen u.a. folgende Mittel zum Einsatz:
- • Drucksachen (Karten, Poster, Kleber),
- • Testimonials der Spieler auf der Videowand,
- • Präsenz im StadeTV (Interview mit Initianten),
- • Fotoaktion „Zeig Rassismus die rote Karte“, wo sich ZuschauerInnen, Funktionäre und Spieler fotografieren lassen konnten,
- • Medienmitteilung und Berichterstattung in Print, Internet, TV und im Matchprogramm.
Im Herbst 2007 machte erstmals die Swiss Football League während einer Runde mit. Ein Jahr später, im Herbst 2008, waren die Berner praktisch wieder alleine, diesmal zusätzlich mit schwarzen Spiel-Trikots («Gegen Gewalt und Rassismus»), die nach dem Spiel zugunsten der Fanarbeit auf Ebay für einen fünfstelligen Betrag versteigert wurden.